Mit Kindern über den Tod sprechen
Kinder und Trauer - ein wichtiges Thema. Jedes Kind kommt mit dem Thema Tod in Kontakt. Ob es ein geliebtes Haustier ist oder ein Trauerfall in der Familie/Freundeskreis. Doch wie spricht man am Besten mit den Kleinsten über so etwas?
Kinder möchten begreifen und verstehen. Schließe sie nicht aus um sie zu schützen. Nehme sie bei der Trauer an der Hand und erkläre alles. Natürlich kindgerecht.
Wie trauern Kinder?
Kinder können Trauer auf verschiedene Arten ausdrücken, je nach ihrem Alter, ihrer Persönlichkeit und ihren Erfahrungen. Hier sind einige häufige Wege, wie Kinder Trauer zeigen können:
1. Emotionale Reaktionen: Kinder können Trauer durch Emotionen wie Traurigkeit, Wut, Verwirrung, Angst oder Rückzug zeigen. Es ist wichtig, diese Gefühle anzuerkennen und zu unterstützen.
2. Verhalten: Kinder können ihr Trauer auch durch Verhaltensänderungen ausdrücken, wie z.B. vermehrtes Weinen, Aggressivität, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit oder Rückzug von Aktivitäten, die sie normalerweise gerne machen.
3. Körperliche Symptome: Manchmal können Kinder Trauer auch durch körperliche Symptome wie Bauchschmerzen, Kopfschmerzen oder Müdigkeit zeigen. Diese können auf die emotionalen Belastungen zurückzuführen sein.
4. Kreative Ausdrucksformen: Kinder können ihre Trauer auch kreativ ausdrücken, z.B. durch Malen, Basteln, Spielen, Schreiben von Geschichten oder Musik machen. Diese kreativen Aktivitäten können helfen, ihre Emotionen zu verarbeiten.
5. Gespräche und Fragen: Kinder können auch ihre Trauer durch Gespräche über den Verlust, das Stellen von Fragen oder das Suchen von Erklärungen ausdrücken. Es ist wichtig, ehrlich und einfühlsam auf ihre Fragen einzugehen.
6. Bindungsverhalten: Manche Kinder suchen verstärkt Nähe zu ihren Bezugspersonen, während andere sich zurückziehen können.
Es ist wichtig, sensibel auf die individuellen Ausdrucksformen der Kinder zu reagieren und ihnen Unterstützung und Verständnis in ihrer Trauer zu bieten.
Die Geschichte von dem Alten Dachs
Alles hat seine Zeit - und seine Geschichte! Das liebevoll illustrierte Buch "Leb wohl, lieber Dachs" von Susan Varley ist eine wundervolle Möglichkeit mit Kindern über den Tod zu sprechen. In dem Buch geht es um einen Dachs der eines Tages stirbt. Die Tiere im Wald trauern und sprechen über den Dachs. Wie er ihnen Schlittschuhlaufen beigebracht hat, wie er ihnen ein leckeres Rezept beigebracht hat. Durch das Reden leben die Erinnerungen weiter und die Traurigkeit vergeht.
Zusätzlich zu dem Buch gibt es ein kostenloses Youtube video, dass ihr (nach oder statt) der Lektüre zusammen anschauen könnt und darüber sprechen. Was hat der Fuchs über den Dachs gesagt? Woran kann sich das Kaninchen erinnern? Wie leben die Tiere im Wald weiter ohne den Dachs?
Das Video:
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Rituale sind wichtig!
Gib deinem Kind die Möglichkeit sich zu verabschieden. Auch wenn es nur der kleine Hamster war. Dein Kind hing sehr an seinem kleinen Freund. Nehmt euch Zeit ihn zu verabschieden. Lass dein Kind an allen Vorbereitungen sich beteiligen. Der Hamster kommt in einen Karton? Dann lass dein Kind ihn bemalen. Eine weiche Decke hinein und sagt zusammen ein paar Liebe Worte am Grab. Zum Beispiel sagt man, dass Tiere wenn sie sterben über die Regenbogenbrücke in den Tierhimmel gehen. Dies ist eine schöne Vorstellung für Kinder.
Weitere Ideen für Kinder um ihren Verlust zu verarbeiten und ihre Emotionen zu bewältigen:
1. Erinnerungsbox: Kinder können eine spezielle Box gestalten, in der sie Erinnerungsstücke an ihren Verstorbenen aufbewahren, wie Fotos, Briefe, kleine Gegenstände oder Zeichnungen. Sie können diese Box öffnen, wenn sie sich nach Erinnerungen sehnen.
2. Gedenkbaum: Ein Gedenkbaum kann eine schöne Möglichkeit sein, um den Verstorbenen zu ehren. Kinder können Blätter basteln, auf denen sie Erinnerungen, Wünsche oder Gedanken schreiben und sie an den Baum hängen.
3. Trauerkerze anzünden: Das gemeinsame Anzünden einer Trauerkerze kann Kindern helfen, sich mit dem Verstorbenen verbunden zu fühlen. Sie können die Kerze anzünden, wenn sie an den Verstorbenen denken oder sich nach Trost sehnen.
4. Trauersteine bemalen: Kinder können Steine bemalen und mit Botschaften oder Symbolen für ihren Verstorbenen gestalten. Diese Steine können als Erinnerungsstücke dienen und ihnen helfen, ihre Trauer auszudrücken.
5. Trauer-Garten anlegen: Kinder können einen kleinen Garten anlegen, in dem sie Blumen pflanzen oder Steine bemalen, um an ihren Verstorbenen zu erinnern. Sie können Zeit im Garten verbringen, um sich zu beruhigen und zu reflektieren.
6. Erinnerungsbuch gestalten: Kinder können ein Erinnerungsbuch gestalten, in dem sie Fotos, Zeichnungen, Gedichte oder Geschichten über den Verstorbenen festhalten. Das Buch kann ihnen helfen, ihre Erinnerungen zu bewahren und ihre Gefühle auszudrücken.
7. Ins gute Nacht Ritual mit einbauen: Beim zu Bett gehen dem verstorbenen Papa vom Tag erzählen, ihm eine gute Nacht wünschen.
8. Ein Luftballon fliegt in den Himmel:
Lasst zusammen einen Heliumluftballon in den Himmel steigen. Dies kann auch schön während einer Beerdigung integriert werden. Oder ihr geht auf eine Wiese und möchtet daraus ein kleines Ritual zaubern. Sprich mit deinem Kind was der Luftballon der Oma ausrichten soll. Und lasst ihn zusammen steigen.
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